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Auferstehung mitten am Tag

Gedanken zum Osterfest 2019

Pfarrerin Silke Kohlwes

Silke Kohlwes
Pfarrerin in Liebenau, Lamerden, Ostheim und Haueda

Ihr Name ist Shugufa, übersetzt „die Blüte“. Eine Reportage Anfang dieser Woche über die Opfer von Landminen in Afghanistan erzählt ihre Geschichte.

Mit einem Handicap gilt man in Afghanistan als „Schande“ für die Familie, wird stigmatisiert und ausgegrenzt. Jahrelang hat Shugufa sich mehr tot als lebendig gefühlt.

Jetzt kann sie dank einer gespendeten Prothese wieder aufrecht stehen und gehen und sich so fühlen, wie es ihr Name verheißt.

Morgen feiern wir Ostern. Damit feiern wir, dass Gott sich dem entgegenstellt, was Menschen festnagelt und niederdrückt, was das Leben klein macht und klein hält, bedroht oder vernichtet.

Feiern die Auferstehung als die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod und zugleich als die Erfahrung, dass es uns manchmal schon im Hier und Jetzt geschenkt ist, neu ins Leben zu gehen und nochmal ganz neu aufzublühen.

Wo sich ein guter Freund nach langer Trauer über die Trennung seiner Frau von ihm wieder neu verliebt.

Wo die Tochter einer Kollegin ihre Magersucht überwindet, was eigentlich niemand mehr zu hoffen gewagt hat.

Wo sich in einer heftigen Krise unerwartet neue Wege auftun.

Mit Worten von Marie-Luise Kaschnitz:

„Manchmal stehen wir auf, stehen wir zur Auferstehung auf mitten am Tag mit unserem lebendigen Haar, mit unserer atmenden Haut. Nur das Gewohnte ist um uns ... Und dennoch leicht und dennoch unverwundbar, geordnet in geheimnisvolle Ordnung, vorweggenommen in ein Haus aus Licht.“

Frohe und gesegnete Ostern!

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