Zufallsbilder - Landschaften im Kirchenkreis Hofgeismar

 

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Reformationstag 31. Oktober 1517

Gedanken zum 20. Sonntag nach Trinitatis 2014

Dekan Wolfgang Heinicke

Wolfgang Heinicke
Pfarrer der Ev. Stadtkirchengemeinde Hofgeismar und Dekan im Kirchenkreis Hofgeismar

Gestern war in den ostdeutschen Ländern ein gesetzlicher Feiertag mit schul- und arbeitsfrei und allem, was dazu gehört.

Warum das alles?

Weil der Mönch und Theologieprofessor Martin Luther am 31. Oktober 1517 in Wittenberg seine Meinung zu Fragen der kirchlichen Praxis und der Theologie veröffentlichte.

Und was er zu sagen hatte, fiel auf fruchtbaren Boden, veränderte die politische Landschaft und die Kirche. Was ist mir von Luthers Einsichten wichtig? Erstens: Die Freiheit und die Verantwortung des einzelnen Menschen. Ich bin unvertretbar vor Gott:

"Denn so wenig wie ein anderer für mich in die Hölle oder den Himmel fahren kann, so wenig kann er auch für mich glauben oder nicht glauben; und so wenig er mir Himmel oder Hölle auf- oder zuschließen kann, so wenig kann er mich zum Glauben oder Unglauben treiben."

Und zweitens: Mein Tun oder Lassen, mein Scheitern und mein Erfolg, meine guten Seiten und mein Schuldigwerden bestimmen nicht, was ich wert bin. Mit den alten Worten der Reformation:

Ich bin gerechtfertigt "aus Gnade um Christi willen durch den Glauben".

Mir gibt das Freiheit im Glauben und im Denken, und manchmal sogar Kraft, um gegen den Strom zu schwimmen.

Übrigens: Wenn es nach dem Finanzminister Schäuble geht, dann können im Jahr 2017 alle Länder einen Feiertag am 31. Oktober begehen. Mich würde es freuen, auch wenn ich einer von denen wäre, die dann bestimmt arbeiten müssten.

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