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Hochspannung

Gedanken zum 2. Sonntag nach Trinitatis 2014

Pfrin. Irmhild Heinicke

Irmhild Heinicke
Pfarrer und Studienleiterin für Prädikantenausbildung am Ev. Predigerseminar in Hofgeismar

Fußball. Atemlose Spannung, wenn der Angriff nach vorne kommt. Freudig bei der eigenen Mannschaft. Ängstlich, wenn es vor dem eigenen Tor brenzlich wird.

Tooor!! Die Spannung entlädt sich. Mit Jubel und Geschrei, wenn es für "uns" ist. Mit Seufzen oder Schimpfen, wenn es für die "anderen" ist. Und dann: ausatmen, neu Atem holen bis zum nächsten Tor. Aufregende, belebende Wochen.

Anspannung, dass einem die Luft weg bleibt, gibt es aber auch anders. Die Wochen vor den Ferien sind oft atemlose Zeiten an der Arbeit oder in der Familie. Auch da Hochspannung, aber nicht belebend und euphorisch wie beim Fußball.

Und diese Spannung entlädt sich nicht so unmittelbar. Vor allem Ärger oder Enttäuschungen lasse ich mir möglichst nicht anmerken. Da halte ich lieber die Luft an. Wann komme ich da zum Ausatmen, Aufatmen? Erst im Urlaub?

Anspannung und Entspannung - zusammen machen sie den Reichtum des Lebens aus, so wie Einatmen und Ausatmen. Beides ist lebensnotwendig. Und beides ist ein Geschenk von Gott. Gott macht mit seinem Atem, seinem Odem Menschen zu lebendigen Wesen. Mein Atmen erinnert mich daran.

Einatmen und Ausatmen - ein guter Rhythmus für mein Leben: für die Hochspannungszeiten und die Urlaubszeiten, für den Ärger und den Jubel. Gott sei Dank.

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