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Hilfe, die glauben

Gedanken zum 8. Sonntag nach Trinitatis 2012

Pfarrerin Eva Hillebold

Eva Hillebold, Gemeindepfarrerin (z.Zt. als Vertretung im Kirchenkreis)

Über das Glück zu glauben

"Hilfe, die glauben!" - titelt eine große deutsche Wochenzeitung in der vergangenen Woche (Die Zeit, 19. Juli 2012). Ich lese weiter und höre von der Angst unserer Gesellschaft vor allem Religiösen.

Klar, ich kenne zu wenig vom Islam und vom Judentum, von Buddhismus und Hinduismus noch weniger, auch manche Riten und Vollzüge der katholischen Schwesterkirche bleiben mir als evangelischer Pfarrerin fremd - doch Angst?!

Was ich nicht kenne, muss ich zerreden. Was ich nicht kenne, macht mir Angst. Was ich nicht verstehe, kann so nicht sein. So geht es wohl heute immer mehr Menschen.

Dabei kann doch jeder an jedem Sonntag um 10 Uhr (in manchen Gemeinden früher oder auch später) etwas darüber erfahren. Es gibt für Kinder Kindergottesdienst, für Jugendliche Konfirmandenunterricht und für alle Schülerinnen und Schüler Religionsunterricht.

Es gibt für Erwachsene Gesprächsgruppen über Bibel und Glauben. Es gibt einen Pfarrer oder eine Pfarrerin, die ich fragen kann. Es gibt so viele(s), bei dem ich etwas über den Glauben erfahren kann.

...und wenn ich einmal das alte Buch der Bibel aus dem Regal nehme, blättere und blättere und dann lese ich, von dem, der mich kennt: "Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" (Bibel, Jesaja Kap. 43 Vers 1).

Fremdes verliert seinen Schrecken, aus Angst wird Neugier, aus Neugier Nähe, denn ein anderer schreibt eine große Überschrift. Dann heißt es nicht mehr "Hilfe, die glauben", sondern mein Lebenstitel ist: "Ich glaube, das ist mein Glück!"

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