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"Bleib so wie du bist?"

Gedanken zum 6. Sonntag nach Trinitatis 2012

Arno Backhaus

Arno Backhaus
Mitglied im Gründungs- und Leitungsteam der Christusgemeinde am Airport in Calden-Meimbressen, einer neu gegründeten, interkonfessionellen Gemeinde

"Ich will so bleiben wie ich bin!" - Du darfst!". Sie dürfen so bleiben wie sie sind? Oder müssen sie so bleiben wie sie sind?

Wenn sie etwas machen, wie sie es seit 10 Jahren gemacht haben, sind die Chancen groß, dass sie es falsch machen. "Du hast dich aber gar nicht verändert, bist immer noch der Alte". Ist das ein Kompliment oder ein Hinweis auf unseren Starrsinn?

Hören sie nicht auf die Leute, die Ihnen den Wunsch mit auf den Weg geben "Bleib so wie du bist!". Denn wer glaubt, etwas zu sein, hört auf etwas zu werden.

Der reiche Mann in der Bibel, der zu Jesus kommt, wollte nicht so bleiben und fragt "Was muss ich tun um das ewige Leben zu bekommen?". Er hatte alle Gebote gehalten. Und trotzdem hat ihm das Entscheidende gefehlt. Ein Leben mit Qualität. Er fragt nach dem ewigen Leben.

Ewig ist ja mehr ein Qualitätsbegriff als ein Zeitbegriff. Und Jesus antwortet "Lass los, was Dich bindet, gib das Geld den Armen und dann komm, und folge mir nach." Der Reiche Mann in der Bibel hat sich am Geld festgehalten.

Man kann sich ja an den verrücktesten Sachen festhalten, die alle keinen Halt bieten und einem das Leben, das ewige und jetzige, versperren. Wie wäre es, Sie würden ihre Arroganz und Gleichgültigkeit loslassen, oder ihre Minderwertigkeitsgefühle, ihren Stolz oder die Eifersucht?

Jeder weiß selbst am besten, was ihm vom wahren Leben ablenkt und irritiert. Und dann der entscheidende Hinweis von Jesus "dann komme und folge mir nach." Denn dann geht's erst richtig los. Das Leben, die Liebe und den Frieden einüben, in der Gegenwart Jesu, ihm nachfolgen, ihn kopieren, seine Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.

Einüben und trainieren, das hört sich so locker an, ist es aber nicht. Da brauche ich andere, die mir Mut machen, mich korrigieren und trösten. Das ist eigentlich der Sinn von Kirche. Nicht 45 Minuten absitzen, um sich mehr oder weniger kluge Vorträge anzuhören.

Gehen Sie in ihre Kirche und üben sie mit den anderen. Wenn sie keiner angehören, suchen sie sich eine, in der sie eine geistliche Heimat finden. Und dann geht's aufs "Spielfeld" zum Training.

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