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Der gordische Knoten

Gedanken zum 2. Sonntag nach Epiphanias 2012

Bernd Greilich

Bernd Greilich
Jugendreferent und Prediger der Evangelischen Gemeinschaft im Bezirk Hofgeismar

Vielleicht kennen Sie die berühmte Geschichte von dem gordischen Knoten. Das war ein ganz komplizierter Knoten. Und dieser Knoten wurde in einem Heiligtum des griechischen Gottes Zeus aufbewahrt.

Nach der Sage hieß es: "Wer diesen Knoten lösen kann, dem fällt die Weltherrschaft zu." Nun kam eines Tages Alexander der Große dorthin zum Tempel des Zeus. Als er den Knoten sah, zog er sein Schwert und zerhieb einfach das komplizierte Ding.

Der komplizierte gordische Knoten war allerdings ein Kinderspiel im Vergleich zu den immer verworrener werdenden Problemen dieser Welt. Ja, Jesus Christus sagt, dass sie sich immer noch mehr verwirren werden:

"Auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres, und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde..." (Lukasevangelium Kapitel 21, Verse 25 & 26)

In Jesu Augen bedeutet "Weltende" das Ende der Erde als menschlichem Lebensraum. Es geht nicht um einen abstrakten Weltuntergang, wie dieser Tage vielfach zu hören ist angesichts des endenden Maja-Kalenders im Jahr 2012. Sondern es geht um die Zerstörung des menschlichen Lebensraumes.

Selbstverständlich haben wir eine Verantwortung, unseren Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung als menschlichem Lebensraum zu leisten. Aber die Bibel verkündigt uns noch etwas anderes: Es gibt einen, der diesen kompliziertesten Knoten der Weltprobleme durchschneiden wird. Und dann wird ihm die Weltherrschaft zufallen:

"Dann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit." (Lukas 21, 27)

Jesus Christus wird in Herrlichkeit wiederkommen. Und seine Wiederkunft wird alle unlösbaren komplizierten Probleme der Welt mit einem Schlag lösen. Darum können Christen als Nachfolger Jesu gelassen durch die Not und die Verwirrung unserer Zeit gehen, und sich zugleich für diese Welt engagieren.

Wenn sie nur den einen kennen, von dem sie singen: "All unsre Not zu End er bringt." Ja, sogar noch mehr: Je verworrener und undurchsichtiger die Zeitläufe werden, je ratloser die Menschen werden, je verzweifelter sie nach einer Hilfe ausschauen - desto getroster dürfen Gottes Kinder werden. Denn sie wissen: Wenn der Knoten ganz und gar verworren ist, dann kommt Jesus Christus wieder.

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