Ein Geschenk muss nicht teuer sein
Gedanken zum 2. Advent 2009
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Lothar Nasemann
Gemeindepfarrer in Liebenau
In meiner Kindheit und Jugend war die Weihnacht, und gleiches gilt für den Advent, der Inbegriff einer ebenso besinnlichen wie freudenreichen Zeit. Ist sie das auch heute noch?
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Ich sehe Menschen ruhelos durch die Straßen und über Weinachtsmärkte laufen, um für den und jenen irgendetwas aufzutreiben, was er noch nicht hat, weil er es gar nicht braucht. Und wenn wir, was wir bekommen, einfach weiterverschenken würden? Aber wer kann sich das Jahr über merken, was er von wem bekommen hat!
Dergleichen Sorgen gab es in meiner frühesten Zeit nicht. Ein Güterwagon für meine elektrische Eisenbahn war ein sensationelles Geschenk und ein Bratapfel mit Vanillesoße ein kulinarisches Ereignis.
Advent und Weihnachten war eine Zeit fern jeder Hektik, die Geschenke mit denen nicht zu vergleichen, die heute unterm Christbaum liegen. Aber: Ich war glücklich und zufrieden!
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Heute bekommen die Kinder schon vom Nikolaus Dinge, von denen ich nur hätte träumen können, und Weihnachten ist auch deshalb nichts Besonderes mehr für sie, weil es Weihnachtsmänner aus Schokolade schon Wochen und Monate vorher gibt.
Wir Erwachsenen sind abgekämpft, wenn es weihnachtet, und können das Fest kaum noch genießen. Besuchen Sie deshalb doch mal einen Gottesdienst oder ein Weihnachtskonzert und denken Sie daran: Ein Geschenk muss nicht teuer sein. Es muss nur von Herzen kommen!
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