Kopieren erlaubt!
Gedanken zum Sonntag Trinitatis 2008
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Arno Backhaus
Mitglied im Gründungs- und Leitungsteam der Christusgemeinde am Airport in Calden-Meimbressen, einer neu gegründeten, interkonfessionellen Gemeinde
"Sag mal bist du Christ?"
"Natürlich!"
"Warum bist du Christ?"
"Weil ich getauft bin."
"Warum bist du getauft?"
"Weil meine Eltern das so wollten."
"Warum wollten das deine Eltern so?"
"Weil sie Christen waren."
"Warum waren deine Eltern Christen?"
"Weil sie getauft waren."
"Warum waren sie getauft?"
"Weil es ihre Eltern so wollten."
"Warum wollten es ihre Eltern so?"
"Weil sie ..."
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Ich könnte jetzt auf diese Weise die ganze Seite vollschreiben. Die Taufe macht mich doch nicht zu einem Christen, weder die evangelische, katholische oder baptistische Taufe.
Jesus selbst sagt, dass der Christ ist, der ihm nachfolgt, ihm nachglaubt, nachschweigt, nachhandelt, der ihn kopiert. Jesus hat zwar das Copyright auf Leben, Liebe und Frieden, aber er hat keinen Kopierschutz eingebaut. Im Gegenteil. Endlich kopieren erlaubt.
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Wir kopieren ja sowieso. Alles Mögliche und Unmögliche. Wir kopieren den Zeitgeist und das, was die Medien uns vorsetzen, unsere Bekannten und Freunde, unsere Arbeitskollegen, wir machen das nach, was unsere Eltern uns vorgelebt haben. Wir sind den ganzen Tag am kopieren.
Was aber dabei herauskommt, wenn wir Menschen kopieren, dass kann man jeden Morgen in der Zeitung nachlesen und abends in der Tagesschau beobachten.
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Und wenn wir beginnen diesen Jesus zu kopieren, ihn nachzumachen, im Nordhessischen heißt das "hinter ihm hermachen", dann wird unser Leben immer mehr ausgefüllt von seinem Frieden, der nicht von dieser Welt ist, den diese Welt aber dringend benötigt, von seiner Gelassenheit und Barmherzigkeit die uns und anderen hilft zu leben und nicht nur zu existieren.
Endlich kopieren erlaubt!
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