Ein feste Burg
Gedanken zum 24. Sonntag nach Trinitatis 2008
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Rolf W. Hose
Prediger der evangelischen Gemeinschaft Hofgeismar
Reformationstag
In dieser Woche war Reformationstag. Evangelische Christen erinnern sich daran, dass Martin Luther am 31.10. 1517 mit 95 Thesen seine Kirche zum Kern des Glaubens zurück führen wollte.
In den Auseinandersetzungen ist das Lied entstanden: "Ein feste Burg ist unser Gott!" Es drückt die Hoffnung und Zuversicht aus, die das Leben Luthers prägte.
Nicht Kirche, nicht eigene Überzeugung zählen. Ein Name ist es, um den es ihm geht. Um Jesus Christus, den Sohn Gottes. Er hat durch seinen Tod am Kreuz die Schuld aller Menschen getragen und sie mit Gott versöhnt. Ein Name, der ihn mehr geprägt hat als alle Einflüsse seiner Zeit und Umgebung.
Luther wollte keine neue Kirche. Er wollte, dass das Evangelium von Jesus Christus im Mittelpunkt des Glaubens steht. Dass die Menschen seiner Zeit inneren Halt und äußeren Schutz finden konnten.
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Im Sommer stand ich in Genf am "Platz der Reformation". Arbeiter waren dabei, die Scherben und den Müll einer vergangenen Fete zu beseitigen. Es war unglaublich viel. Es dauerte Stunden, bis der Platz wieder sauber war.
Hat die Reformation auch "Scherben" hinterlassen? Ist nicht die Trennung der Kirchen die bittere Folge? Deshalb ist meine Bitte an diesem Tag: Helfen Sie mit, die "Scherben" zu beseitigen, die trennen und zerstören. Helfen Sie mit, dass Ihre Kirche - wie sie auch heißen mag - immer wieder zum Kern des Glaubens kommt, zu dem, nach dessen Namen Sie sich Christen nennen.
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Ich habe die Lebensstraße vor Augen, auf der jeder seinen Weg finden und gehen muss. Auch hier ist die Gefahr gross, von der Straße ab zu kommen. Oft sind es Kleinigkeiten, die uns aus der Bahn werfen. Ein unbedachtes Wort, und der Friede ist gestört.
Wie wäre es da mit dem altbewährten "Rezept" aus Psalm 37: "Befiel dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn!" Damit keiner von der Straße abkommt!
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