Zufallsbilder - Landschaften im Kirchenkreis Hofgeismar

 

Ihre Kirche in
Nordhessen



Süßes, sonst Saures?

Gedanken zum 23. Sonntag nach Trinitatis 2008

Pfr. Stefan Nadolny

Pfarrer Stefan Nadolny
Pfarrer in Trendelburg und Friedrichsfeld

Es ist jedes Jahr das selbe und immer wieder ärgerlich: Wir Evangelischen wollen Reformationstag feiern, aber Halloween kommt uns in die Quere. Wie unpassend.

Mit diesem überkommerzialisierten amerikanischen Fest wollen wir gar nichts zu tun haben, aber es macht sich eben breit und breiter und am Ende lässt man sich sogar dazu hinreißen und schreibt seine Gedanken zum Sonntag darüber, dabei ist doch Reformationstag dran, und die beiden Feste haben eigentlich nichts mit einander zu tun - oder doch?

Jedenfalls passen sie irgendwie zusammen: An Halloween geht es ums Gruseln, die verlorenen Seelen, die Angst - und das ist doch nun wirklich etwas, wozu sich vom Glauben her und besonders am Reformationstag etwas sagen lässt.

Und wahrscheinlich ist es auch kein Zufall, dass der Reformationstag und Halloween jedes Jahr zusammenfallen. Halloween wird am Vorabend von Allerheiligen und zwei Tage vor Allerseelen begangen, offensichtlich ein Tag, der sich zum Gruseln besonders eignet.

Es ist kein Zufall, dass Martin Luther seine 95 Thesen zum Ablasshandel an diesem Tag veröffentlichte, auch wenn im Wittenberg des Jahres 1517 Halloween keine Rolle spielte. Angst hatten die Menschen trotzdem, und zwar vor dem Fegefeuer, das vor allem an Allerseelen eine besondere Rolle spielte. Diese Angst machten Ablasshändler im Auftrag der Kirche zu Geld, und Martin Luther protestierte dagegen.

Heute ist es zumindest in unseren Breiten seltener geworden, dass die Kirchen den Menschen Angst machen, immerhin - und das gilt sowohl für die evangelische als auch für die katholische Kirche.

Aber das reicht natürlich nicht, es geht um mehr: Hilft uns der Glaube gegen die Angst? Was ist es eigentlich, was uns Christen Kraft und Sicherheit gibt, damit "der böse Feind keine Macht an mir findet", wie Luther sagen würde?

Und hilft uns das nicht nur an Halloween, sondern auch angesichts so konkreter Bedrohungen wie Arbeitslosigkeit, Armut, Krankheit und Tod, und sogar wenn wir verstrickt sind in Schuld?

Luther hat damals die Bibel neu zur Geltung gebracht. Darin lesen wir von Jesus Christus und sehen: Wir sind geliebt, Gott achtet nicht auf menschliche Ausschlusskriterien. Und: Die Liebe ist stärker als die Mächte des Todes. Das macht uns stark, an Halloween und jeden Tag.

[ Gedanken zum Sonntag - Archiv 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 ]

Ekkh-Aktuell

Jahresüberblick »»

11.-13.10.2010
Kinderevent

Wir bieten drei Tages-Events an drei verschiedenen Orten.
Anmeldung (PDF)

Diakonisches Werk
Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung
- Termine und Links zum Thema (PDF)
- Förderprojekte
- Berliner Erklärung

Kultur-Aktuell

Jahresüberblick »»

10.9.10 20.00 Uhr
Lippoldsberg
- Klosterkirche -
Konzert mit dem Wratislavia Kammerorchester - Werke: Die Vier Jahreszeiten von A. Vivaldi, Don Quichotte u.a.

11.9.10 16.00 Uhr
Wilhelmshausen
- Marienbasilika -
Konzert anlässlich 40 Jahre Fuldatal in der Marienbasilika Wilhelmshausen

12.9.10 18.00 Uhr
Wilhelmshausen
- Marienbasilika -
Kleine Orgelmusik im Rahmen der "Orgelwanderung der Mündener Kirchenmusiker" und des Tags des offenen Denkmals

ekkh.de © 2010 | oben
 

Impressum | Datenschutzerklärung | Webmaster