T - Entdecke, was uns verbindet!
Gedanken zum 13. Sonntag nach Trinitatis 2008
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Pfarrer Lars Hillebold
Gemeindepfarrer in Oedelsheim und Gottstreu
"Ich möchte einfach das tun, wovon ich schon immer geträumt habe", erzählt der junge Mann, der leicht unbeholfen auf der Showbühne der Talentshow steht.
Er steckt in einem billigen Anzug, hat Hamsterbacken mit schiefen Zähnen, die kein gutes Licht auf das Gesundheitswesen seines Landes werfen. Er verkörpert mit jedem Atemzug die Sehnsucht, dass Träume doch wahr werden und Märchen eines Tages nicht nur Märchen bleiben.
Die Jury schaut leicht irritiert und denkt sich ihren Teil. Das Publikum grient vor sich hin, in Vorfreude auf das bevorstehende Schlachtfest und erwartet Sprüche wie: "Immerhin, die Figur von Pavarotti hast Du schon."
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Und dann kommt alles anders. Es erhebt sich eine Stimme und Paul Pott singt die Arie "Nessun dorma" aus Puccinis "Turandot". Die Welt wird in diesem Moment eine andere. Die Jury weint, 2000 Zuschauer toben, klatschen, jubeln. Alle sind aufgewacht, weil ein Traum wahr wird.
Und dann zerreißt die Melodie des großen T, des Telefonunternehmens, das uns alle verbindet, die Stimmung. Die Werbung schafft es, dass ich frage: Sollte es sie nicht öfters geben, diese Märchen, die wahr werden, vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan, vom Aschenputtel zur Prinzessin und vom Tellerwäscher zum Millionär?
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"Nessun dorma!" Auf Deutsch: "Nicht schlafen!" Das T, das uns Menschen verbindet, ist kein Unternehmen. Dieses T erinnert an das Kreuz Christi. Ein Balken in der Senkrechten, der den Himmel und die Erde zusammenführt. Ein Holz in der Waagrechten. Es verknüpft die Menschen auf dieser Erde. Nicht schlafen! Die Stunde ist gekommen.
Und dann zerreißt der Vorhang im Tempel und der Blick wird frei für Entdeckungen: Das Kreuz verbindet mich mit dem Himmel und uns auf der Erde. Es verbindet die Wunden der unerfüllten Träume.
Ich bin verbunden, heil geworden und tue einfach das, was meinem Leben dient, den Herrn, meinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und meinen Nächsten wie mich selbst. Das verbindet.
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