Was muss ich tun?
Gedanken zum 1. Sonntag nach Trinitatis 2008
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Anne Vilmar
Pfarrerin in Hofgeismar-Altstadt
Was muss ich tun? Fragte der junge Mann.
Reich, fromm, rechtschaffen - das war er. In den Augen anderer galt er sicher als vorbildlich, vielleicht auch als beneidenswert. Keine Geldsorgen und auch sonst keine Not. Und trotzdem: da war noch etwas, das machte ihn unruhig, trotz all seines irdischen Segens. Er wusste: Es geht um mehr.
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So kam es, dass er zu Jesus hin lief, als sich dieser in seiner Umgebung aufhielt und sich ihm geradezu in den Weg warf.
Vor Jesus im Staub knieend bricht seine Frage hervor:
"Was muss ich tun, damit ich das ewige Leben erhalte?"
"Das weißt du doch", antwortet Jesus, "du kennst doch Gottes Gebote: nicht töten, keine Ehe brechen, nicht stehlen, nichts Unwahres sagen, niemanden berauben, deine Mutter und deinen Vater ehren."
"Das habe ich alles befolgt", antwortet der Mann, "schon seit meiner Jugend."
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Nicht geschwindelt, nicht vorbei gemogelt, nicht getratscht, kein Auge zugedrückt. - Geht das denn wirklich?!
Mit Jugendlichen haben wir am vergangenen Wochenende die Zehn Gebote diskutiert und herausgefunden wie schwer das ist: die Gebote wirklich im eigenen alltäglichen Leben ernst zu nehmen und sich an ihnen zu orientieren.
Es ist schwer, sich nicht in Versuchung führen zu lassen durch andere oder eine vorteilhafte Situation. Es ist schwer, sich am Tratsch nicht zu beteiligen. Es ist schwer, am Sonntag nicht zu Hause zu arbeiten, all das weg zu schaffen, was in der Woche liegen geblieben ist.
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Es ist schwer - aber: für die Seele heilsam und gut. Und für das Miteinander in einer Beziehung, in der Familie.
Man muss halt dran arbeiten, man darf sich nicht gehen lassen, meinte ein Jugendlicher.
In seinem Sinn empfehle ich allen, die nicht aus beruflichen Gründen am Sonntag arbeiten müssen, einen ganz und gar arbeitsfreien Tag!
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Infolink: www.endlich-sonntag.de (EKD)
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