Am Aschermittwoch ...
Gedanken zum Sonntag Invokavit 2008
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Pfarrer Stefan Nadolny
Pfarrer in Trendelburg und Friedrichsfeld
... ist alles vorbei, sagt man. Klar, die tollen Tage sind vorbei, ob an Aschermittwoch oder erst einen Tag später. Irgendwann muss ja auch Schluss sein, das hält ja keiner durch. Aber ist in der Passionszeit wirklich alles vorbei, was im Karneval eine Rolle spielte? Sind Feiern und Fasten ein wirklicher Widerspruch?
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Das Reich Gottes wird in der Bibel als ein großes Fest beschrieben. Und wenn Jesus die, die es schwer haben, selig preist, bedeutet das: Ihr dürft euch freuen - weil im Reich Gottes alles anders wird.
Jesus kann 5000 speisen, denn als die Jünger beginnen, ihre Habe auszuteilen, ist wundersamerweise Brot und Fisch im Überfluss vorhanden. Jesus verwandelt Wasser in Wein - ein Leben mit ihm soll voller Freude sein. Was heißt dann Nachfolge Jesu, denn um die geht es in der Passionszeit?
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Die diesjährige Fasten-Aktion der Evangelischen Kirche heißt "Sieben Wochen ohne Geiz"! Das klingt zunächst paradox: Gerade wer fastet, scheint geizig zu sein, spart ja schließlich das Geld für das Essen. Aber die Initiatoren behaupten, es ist gerade heute wichtig, auf Geiz zu verzichten. Nicht dauernd zu fragen: Was bekomme ich dafür? Sondern großzügig zu werden, gastfreundlich, hilfsbereit.
Verschwende deine Liebe, denn sie ist das einzige, was wächst, wenn man sie verschenkt. Und "wenn alle aufhören, mit ihren Gaben zu geizen - seien sie materieller, seelischer oder geistiger Art -, dann taut das Eis in den Herzen." Dann wird der Himmel unter uns spürbar.
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Am Aschermittwoch beginnt der Verzicht auf den Geiz, und damit das große Fest Gottes. In der Fastenzeit wird's ernst - machen wir Ernst damit, lassen wir das Fest Gottes Wirklichkeit werden, wo es allen gut gehen kann!
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