Gute Arbeit - wie im Himmel so auf Erden!
Gedanken zum Sonntag Exaudi 2008
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Dr. Jochen Bundschuh
Pfarrer und Direktor des Predigerseminars Hofgeismar
"Wo warst Du denn dieses Jahr? Auf der Maikundgebung oder beim Himmelfahrtsgottesdienst?"
"Ich war im Gottesdienst. Und du?"
"Ich war erst im Gottesdienst und dann auf der Kundgebung. Eine Kollegin hat mich dort gefragt: Na, wie steht's mit der Arbeit im Himmel? Erst habe ich mich geärgert, dann musste ich lachen."
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"Eine komische Vorstellung: im Himmel arbeiten!"
"Ja, aber ich habe immer gerne gearbeitet. Ich kann mir ein Leben ohne Arbeit kaum vorstellen, auch nicht im Himmel."
"Gibt es im Himmel gute Arbeit?"
"Na, wenn schon, dann gute Arbeit. Also Arbeit, von der du leben kannst - und noch was übrig hast, um mal auszugehen."
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"Bei guter Arbeit kannst du mitbestimmen, wie du dir die Arbeit einteilst, wann du Pause machst und wann du ranklotzt. Du kannst Familienleben und Beruf verbinden."
"Für mich gehört dazu, dass ich selber etwas einbringen kann. Und dass ich gut mit den Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeite."
"Außerdem möchte ich etwas produzieren, was für Menschen wichtig ist, lange hält und die Umwelt nicht belastet."
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"Gibt es im Himmel gute Arbeit? Wenn ich mir das überlege, fällt mir jedenfalls viel dazu ein, wie gute Arbeit auf der Erde aussehen müsste!"
"Und das passt zu Himmelfahrt: Jesus lässt uns auf der Erde zurück und gibt uns die Verantwortung, die Welt in seinem Geist zu gestalten: Gute Arbeit - wie im Himmel so auf Erden."
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"Na, ich bin gespannt. Das nächste Mal fällt Himmelfahrt erst in 150 Jahren wieder auf den 1. Mai. Vielleicht wissen wir dann aus eigener Anschauung, ob und wie im Himmel gearbeitet wird."
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