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Das wäre ja gelacht!

Gedanken zum 12. Sonntag nach Trinitatis 2007

Arno Backhaus

Arno Backhaus
Mitglied im Gründungs- und Leitungsteam der Christusgemeinde am Airport in Calden-Meimbressen, einer neu gegründeten, interkonfessionellen Gemeinde

Seitdem Gott die Menschen erschaffen hat, scheint er nichts mehr zu lachen zu haben. Trotzdem, Gott hat seinen Humor nicht verloren. Er möchte sich freuen über seine Schöpfung, über seine Menschen. Es ist Zeit, mit einem verbissenen und freudlosen Gottesbild aufzuräumen.

Wenn ich in einer Predigt einen Witz erzähle - z.B. "Im Erzgebirge hat sich vor zwei Monaten ein Bergmann bekehrt, der arbeitet jetzt im Christstollen" - und die Zuhörer lachen, sage ich manchmal meinen Zuhörern "Bitte jetzt nicht lachen, das ist eine christliche Veranstaltung!" Manche zucken peinlich zusammen, gucken mich komisch an, und sind verunsichert, ob ich das ernst meine.

Haben denn Christen nichts zu lachen? Muss man sich erst eine rote Pappnase aufsetzen, 10 Promille Blut im Alkohol haben, oder umgekehrt, um lachen zu können, oder zu dürfen? Manchmal hätte ich Lust, im Kölner Dom oder in anderen ehrwürdigen Kathedralen unter der Bank einen Lachsack zu starten.

Wie würden die Leute wohl darauf reagieren? Was würden die bischöflichen Aufsichtspersonen machen? Würden sie auf den Lachsack treten, den kann man ja nicht abstellen? Würden sie sich den ganz schnell unter die Kutte packen und aus dem Dom rennen? Würden sie sich bei den Kirchenbesuchern entschuldigen?

Der Philosoph Nietzsche, ein überzeugter Atheist, hat einmal gesagt: "Die Christen müssten erlöster aussehen, wenn ich an ihren Erlöser glauben sollte". Ist ja komisch, dass wir so viel von Freude singen und gepredigt bekommen, aber so wenig davon ausstrahlen.

Menschen, die gemeinsam lachen, die humorvoll zusammen sind, erleben Entspannung und strahlen das Menschsein aus, das von vielen Skeptikern und Kritikern der Christen in Frage gestellt wird. Freude ist anziehend und einladend, das Gegenteil davon ist Gesetzlichkeit, Verkrampftheit oder eine Nüchternheit, die eher tödlich wirkt. Das Lachen, das gute, befreiende, Luft schaffende Lachen, wäscht den Staub von der Seele. Humor verbindet, schafft Nähe, überbrückt Distanz.

Der Beziehungsgott macht alles, um die unterbrochene Beziehung zu uns wieder herzustellen. Er hat die Distanz von seiner unendlichen Dimension zu unserer kleinkarierten, dreidimensionalen Welt überbrückt. Er hat Nähe geschaffen, indem er selbst Mensch wurde.

Die erste Predigt die im Neuen Testamen beschrieben wird, besteht aus exakt 30 Wörtern (was waren damals die Predigten noch kurz!), wurde von einem Engel gehalten und hatte Freude zum Thema, und die wurde ausgelöst durch die ebenfalls angekündigte Rettung.

"Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids."

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Calden-Meimbressen
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"Und was, wenn ich mitkomme?!" Zu zweit auf dem Jakobsweg mit Eva & Pit Prawitt im Rahmen der Woche für Ehepaare
Eintritt 6 € incl. Begrüßungsgetränk Kartenreservierung bei Marion Glöckner 05677-1331

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