Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt ...
Gedanken zum 9. Sonntag nach Trinitatis 2007
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Christian Wachter, Pfarrer in Hofgeismar Gesundbrunnen, Schöneberg und Carlsdorf
... wer kennt diesen Schlager nicht? Manche haben es in diesem Sommer erlebt. Vielleicht nicht auf Capri, sondern in Frankreich oder Portugal, in Dänemark oder wie wir in Schweden. Der Sonnenuntergang gehört am Meer zu den eindrucksvollen Augenblicken.
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Auf den Felsenklippen am Strand sitzen wir. Unser Abendbrot haben wir uns dort gegrillt. Und dann beginnt das wunderbare Schauspiel, dem man sich nicht wirklich entziehen kann. Die Sonne spiegelt sich orange und rot im Wasser.
Es ist still. Selbst die Möwen lassen ihr Kreischen sein und gleiten elegant über das Meer als wollten sie das Ihrige zum Bild hinzu tun. Die Stille schenkt Zeit für ein Abendgebet, danken für die schönen Augenblicke dieses Tages, die Sorgen und das Leid in Gottes Hände legen, Zeit für die Bitte um eine ruhige Nacht - nicht nur für mich, sondern für die Vielen, die mit zum Gebet anvertraut sind.
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Unwillkürlich muss ich an meinen Bruder und seine Familie denken. Die leben in Amerika. Wenn sie jetzt in North Carolina am Strand säßen, die Sonne ginge ihnen bald auf. Noch liegt Stille über dem Meer, doch die ersten Möwen fangen schon an, sich um Beute zu streiten, und die Menschen bereiten sich auf ihr Tagwerk vor.
Dort ist Zeit für ein Morgengebet: Im Licht der Sonne, die meinen Tag bescheint, bitte ich dich, Gott, gib mir Kraft für die Aufgaben dieses Tages und Liebe für die Menschen auf meinem Weg. Gib Geduld mit den Schwächen, mit ihren und meinen, und Trost all denen, die in Ängsten sind, Frieden den Herzen und Händen.
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