Halbzeit zum kleinen Ostern
Gedanken zum Sonntag Lätare 2007
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Eva Hillebold, Gemeindepfarrerin in Gieselwerder und Pfarrerin im Landeskirchenamt (zuständig für die Begleitung der Theologiestudierenden)
Die wohl verdiente Pause auf halber Strecke. Schnell in die Kabine, um zu verschnaufen. Durchatmen: ein und aus. Eine wohltuende Atempause und ein Moment der Ruhe. Ein kurzer Rückblick. Halbzeit ist immer auch Auszeit. Zeit der Unterbrechung.
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Es ist Halbzeit in der Passionszeit. Am morgigen Sonntag feiern wir das "kleine Ostern" und unterbrechen unsere Leidenszeiten. "Kleines Ostern" - weil das Fasten an diesem Tag gebrochen wird. Der Verzicht macht eine Pause. Und das Licht des großen Ostermorgens scheint langsam aufzustehen.
Das Gefühl wird wach, das nun alles schneller geht: Die hellen Stunden am Tag werden spürbar länger. Die Sonnenstrahlen treffen und erwärmen. Die Natur überzieht sich mit einem sanften Grün.
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Das kleine Ostern hat das kommende Licht im Blick. Ostern wirft seine Strahlen voraus. Ein Lichtblick in der Passionszeit. Eine Unterbrechung, um die dunklen Tage, die noch kommen, auszuhalten. Jesus Christus hat gelitten unter Pontius Pilatus, ist gekreuzigt, gestorben und begraben worden. Auch die zweite Hälfte wird dunkle Schatten haben.
Wo ein Schatten geworfen wird, sind Lichtblicke zu entdecken. Menschen, die sich unterbrechen lassen, ahnen etwas. Das, was trösten kann, scheint noch in weiter Ferne zu sein.
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Ein kleines Ostern ist eine kleine Ahnung. Eine Atempause, um Luft zu bekommen für die zweite Hälfte. Bis zum Ende, das ein Anfang ist. Am Ende der Passionszeit strahlt das ganze Licht. Voller Hoffnung, an Ostern für uns und die, um die wir trauern.
Halbzeit ist schon erreicht!
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