Heute schon gebetet?
Gedanken zum Jahreswechsel 2007/2008
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Rolf W. Hose
Prediger der evangelischen Gemeinschaft Hofgeismar
Sie stutzen bei dieser Frage? - Sie ist gar nicht so ungewöhnlich, wie es auf den ersten Augenblick aussieht. Jedes "Ach Gott!" ist nichts anderes, als den Namen Gottes anrufen. "Ach du lieber Gott!" - Leider wird das viel zu oft gedankenlos dahin gesagt.
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Sagen Sie nicht, Beten sei nur etwas für kleine Kinder und alte Leute. Erinnern Sie sich noch an die brenzlige Situation auf der Autobahn? "Mein Gott!" haben Sie gerufen, als das Auto ins Schleudern kam. Und als alles Überstanden war haben Sie gesagt: "Gott sei Dank!" Waren das keine Gebete?
Beten gehört zum Leben. Bewusst oder unbewußt. Und ich bin sicher, dass Gott auch diese Gebete hört.
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Gott sei Dank bedeutet Beten noch viel mehr. Nicht nur der Stoßseufzer, das gedankenvolle oder gedankenlose Anrufen des Namens Gottes, das schnell auch zum Missbrauch werden kann.
"Beten ist das Atemholen der Seele" hat einmal jemand gesagt. Beten, so nötig und wichtig wie das Atmen. Ausatmen im Gebet, was mich bewegt, was schief gelaufen ist, was mich bedrückt. Und wie im Einatmen darf ich die Antwort Gottes annehmen. Seine Zusage aufnehmen, dass er die hört, die ihn anrufen.
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Evangelische Christen beginnen deshalb das neue Jahr in vielen Gemeinden im Rahmen der Allianzgebetswoche mit dem Leitgedanken: "Gemeinsam glauben, miteinander beten!"
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