Damit ihr alle wisst, dass Gott uns nicht vergisst!
Gedanken zum Ewigkeitssonntag 2007
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Pfarrerin Andrea Braner
Kindergottesdienstbeauftragte für den Sprengel Kassel, wohnhaft in Hofgeismar
Grau und nass zeigt sich der von vielen ungeliebte November, den zu Depressionen neigende Menschen fürchten. "Lange habe ich mich innerlich gegen die Tristesse dieses Monats aufgelehnt. Jetzt nehme ich mir einfach auch die Ruhe, die sich die Natur gönnt", erzählt eine Bekannte.
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Ich selbst möchte wie viele Christ/innen das Ende des Kirchenjahres nutzen, um mich mit den dunklen Seiten meines Lebens auseinander zu setzen. Dazu bietet morgen der Ewigkeitssonntag Gelegenheit. Wir denken an unsere Verstorbenen, besuchen ihre Gräber.
Wir nehmen unsere eigene Sterblichkeit in den Blick, weil Verdrängen schadet, das Bedenken des Todes aber klug macht (Psalm 90). Das Leben ist in seiner Begrenztheit kostbar. Dessen möchte ich mir bewusst sein, um mich an Alltäglichem zu freuen, um mit anderen rechtzeitig Frieden zu schließen, um mich nicht an Unwichtigem aufzureiben, um mir genügend Zeit für meine Lieben zu nehmen.
Bei alldem kann ich darauf vertrauen, dass unser Leben keine Sackgasse ist, sondern ein Weg zu Gottes Ewigkeit hin. Wir selbst bleiben nicht, aber Gott bleibt und hält uns über unser Sterben hinaus!
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Wer morgen auf dem Friedhof der Hofgeismarer Altstadt unterwegs ist, bemerkt vielleicht kleine gebastelte Regenbogen auf einigen Gräbern. Die Kinderkirchekinder haben sie dorthin gebracht als Zeichen der Hoffnung, wie sie in einem ihrer Lieder anklingt:
"Ein bunter Regenbogen ist übers Land gezogen,
damit ihr alle wisst, dass Gott uns nicht vergisst!"
Nicht im Leben und nicht im Tod.
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