Zusammenleben mit Muslimen gestalten
Gedanken zum 15. Sonntag nach Trinitatis 2006
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Andreas Herrmann
Pfarrer an der Altstädter Kirche Hofgeismar und Kelze
Zur Interkulturelle Woche in Osnabrück
Am vergangenen Freitag wurde die Interkulturelle Woche in Osnabrück mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnet. Mitte der 70er Jahre wurde diese deutschlandweite Aktion auf die Initiative der Kirchen hin zum ersten Mal begangen.
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Es bleibt vermutlich die größte Herausforderung für das 21. Jahrhundert, das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlicher Herkunft und damit einem anderen kulturellen Hintergrund friedlich zu gestalten. Eine schwierige Aufgabe!
In der Regel irritiert uns die Gegenwart von Menschen mit einer anderen Hautfarbe, Sprache, anderen Verhaltensweisen. Sie sind uns fremd. Und was fremd ist, macht nicht selten Angst. Eine verständliche, menschliche Reaktion.
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Zudem kommt die Unsicherheit, die wir Christen den Menschen gegenüber haben, die einen muslimischen Glauben haben. Die Handereichung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland "Zusammenleben mit Muslimen gestalten" aus dem Jahre 2000 stellt in der Einleitung nüchtern fest: "Die Gemeinden, ihre Presbyterien, Kirchenvorstände oder Gemeindekirchenräte und ihre Pfarrerinnen und Pfarrer sind für diese intensive Begegnung mit dem Islam weithin nicht ausreichen vorbereitet." Selbst der Papst hatte bei seiner Vorlesung an der Universität in Regensburg den Eindruck nicht vermeiden können, dass er mit Blick auf den Islam ebenfalls noch Nachholbedarf hat.
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Wir wissen zuwenig von einander und stehen, was den Dialog mit dem Islam betrifft, eigentlich erst am Anfang eines Weges. Mögen die Veranstaltungen der Interkulturellen Woche dazu beitragen, dass wir einen Schritt vorankommen.
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